Akkordaufbau 2.


 

Optionen:  


 

Optionen sind im Akkordsymbol z.B. eine 7/13  oder b9 usw.

Bei Am7  z.B. bedeutet es, das ein Am Dreiklang plus einer kl. Septime gespielt wird. Achtung hier wird oft die kl. 7 mit der gr. (Maj ) 7 die in der „normalen“Durtonleiter vorkommt verwechselt, das wird aber später noch genauer behandelt.


 

Am7 =   A        C        E      G

                      1.       b3.      5     kl.7       (die maj 7 wäre ein G#)


 

Optionen sind also nichts anderes als Töne die zusätzlich zum bestehenden Grundgerüst der (z.B. Dur, oder Moll) Dreiklänge gespielt werden können. Das heißt man muss nicht immer zwangsläufig alle angegebenen Töne spielen. Hier entscheidet manchmal der Geschmack. Oder auch der Tonumfang des Instrumentes sowie der harmonische Zusammenhang. Auch die Besetzung der Band oder des Orchesters spielt dabei eine große Rolle. Wenn schon der Bassist, der Keyborder und evtl. noch ein Bläser (z.B.) den Grundton spielen, kann man den getrost weglassen. Das ganze klingt dadurch eher klarer und präziser.


 

Bei einem C add 9 soll allerdings nur ein C-Dur- Dreiklang plus die (gr.) None gespielt werden.  Hier steht das „add“ gewöhnlich für „nur“.


 

Bei einem C9 hingegen, kann wenn gewünscht, auch die 6 (gr. Sexte), oder 7 (kl. Septime) mit ins Boot genommen werden.  


 

Wer hier bei dem korrekten Gebrauch von gr. Sexten, oder kl. Septimen ins Straucheln kommt sollte vielleicht nochmal zurückblättern und sich die „Urform“der Intervalle anschauen.


 

Zum besseren Verständnis ein paar Beispiele.

Wenn da C6 steht soll ein C-Dur-Dreiklang plus gr.Sexte gespielt werden. Warum eine große 6 und keine kleine ???    

Weil die Sexte in der Urformgroß ist !!!

Wenn eine kleine gewünscht wird, steht dann Cb6 (bzw. b13) dort.


 

Bei Dm7 wird ein Moll-Dreiklang plus kl. Septime gespielt weil man auch bei der Moll-Tonleiter eine kl. 7 spielt.


 

C7/13 =   C-Dur-Dreiklang  plus kl. Septime u. gr. Sexte (6=13)


 

Fortsetzung: Akkordaufbau 3.